Bilder entstehen aus dunkeln Schatten

Fotografen bringen Schwarz auf weisses Papier. Es sind so also die dunkeln Schatten, die ein Bild entstehen lassen, viel eher als das helle Licht.

Zu diesem Gedanken führt Brooks Jensen im LensWork Podcast on Photography and the Creative Process #325 (MP3) hin. Er fordert die Zuhörer auf, umzudenken und einmal nicht so sehr auf das Licht zu achten sondern auf die Schatten, die durch das Führen des Lichts entstehen.

Ich habe sofort an Bilder von Eke (ubiquity_zh), einem meiner Zürcher Flickr-Kontakte, denken müssen. In vielen seiner aktuellen Fotos dominieren tiefschwarze Schatten. Zum Beispiel im Bild Me and my little sister. In den Bildern hat das Dunkel den Platz, den es im gegebenen Licht haben muss. Eine solch konsequente und eindrückliche Umsetzung, wie Eke sie macht, habe ich selten gesehen.

Aus irgendeinem anderen Podcast erinnere ich mich an die Aussage, dass viele Fotoamateure dazu tendierten, ihre Bilder zu wenig dunkel zu machen. Jetzt achte ich auch vermehrt auf die Schatten und das Dunkel, aus denen ich meine Bilder mache.

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Ich höre mir seit kurzen alle neuen und auch viele frühere Folgen des Lens Work-Podcasts an. Die Beiträge sind sehr anregend und werden von Brooks Jensen sehr sorgfältig und persönlich vorgetragen.

Update: Bein Durchblättern in der Buchhandlung ist mir auch im Buch Unterwegs mit Alberto Venzago, zum 125-Jahr-Jubiläum der VBZ, das viele Dunkel aufgefallen.

Eine Antwort auf “Bilder entstehen aus dunkeln Schatten”

  1. Sehr eindrucksvolle Beispiele zu demThema finden sich auch im September/Oktober Heft von Lenswork. Besonders das dort gezeigte Portfolio „Sacred Spaces“ von Richard Murai fällt duch hohe Schattenanteile auf, die sparsam eingesetzten Lichtpartien dafür um so stärker leuchten lassen.

    Grüße aus dem Norden Deutschlands,

    Mo

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