In Farben schwelgen – mit der Agfa Isoly

«Du schwelgst wieder in Farbe», schreibt Dietmar in einem Kommentar auf Flickr. Meine aktuellsten Bilder stammen vom ersten Film, den ich mit meiner neusten Kameraanschaffung, einer Agfa Isoly III, aufgenommen habe. Sie sind auf Farbfilm in der Zürcher Stadtgärtnerei entstanden.

Agfa Isoly

Ich habe die Agfa Isoly im Zürcher Brockenhaus gefunden und für 14 Franken gekauft. Obwohl ich sehr viel in Schwarzweiss fotografierte, wollte ich die ersten Bilder mit der Isoly auf Farbfilm machen. Wahrscheinlich angeregt durch einige Fotos in der Flickr-Gruppe «Vintage Agfa – 120 format». Und als Motiv boten sich dazu wieder einmal Palmen- und Tropenhaus in der Stadtgärtnerei an.

Die Agfa Isoly macht Fotos im Format 4×4 Zentimeter auf 120er-Rollfilm (16 Aufnahmen pro Film). Sie hat einen grossen, hellen Sucher. Mir scheint das Sucherbild recht genau mit dem effektiven Bild auf dem Film übereinzustimmen. Die Kamera hat eine Doppelbelichtungssperre und vor dem Auslösen muss der Verschluss gespannt werden. Die Entfernungseinstellung muss geschätzt werden, die Skala am Objektiv reicht von 1 Meter bis 10 Meter plus die Unendlicheinstellung. Die Einstellungen sind mir nicht bei allen Aufnahmen gut gelungen. Auf einigen Fotos sieht man ein sehr schönes Bokeh dort wie die Schärfentiefe aufhört. Bei offener Blende (F 3.9) lassen sich mit der Kamera bestimmt sehr schöne Porträts machen.
Die Belichtung habe ich mit einem Handbelichtungsmesser gemessen. Praktisch alle Fotos sind gut belichtet. Ein Bild habe ich mit der «B»-Einstellung gemacht. Ohne Stativ ist es natürlich verwackelt. Ein Drahtauslöser lässt sich in den Auslöseknopf aus Plastik einschrauben.

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Auf Flickr habe ich gelesen, dass in viele Isolys Licht eindringt und so Flecken auf dem Film entstehen. Damit hatte ich gar keine Probleme.

Die Resultate mit der Isoly sind besser als ich erwartet hätte. Gegenüber meiner Vredeborch Stafetta-duo empfinde ich die Bilder der Isoly schärfer, sie haben weniger Vignettierung (wohl wegen des kleineren Bildformats), die Belichtung und die Entfernung lassen sich genauer steuern. Die Stafetta-duo ist also wohl mehr «Toy Camera» als die Isoly. Interessant finde ich dazu doch, dass im Internet jemand meint, die Isoly sei Vorbild für die China-Plastik-Kamera «Diana» gewesen.

Ich habe im Moment das Gefühl, dass ich die Stafetta-duo für Schwarzweiss-Bilder und die Isoly eher für Farbe einsetzen werde. Aber das muss ja keine Regel sein.

Mit den Bildern des ersten Films bin ich jedenfalls zufrieden.

Stadtgärtnerei

Meine Set «Agfa Isoly III» auf Flickr.

3 Antworten auf “In Farben schwelgen – mit der Agfa Isoly

  1. Ok, dann benötigt mein neuer Blog noch etwas Tuning! Ist noch in der Testphase. Ich melde mich, sobald er läuft.

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