Der Schlüssel zur Porträtfotografie: Augenblicken Zeit lassen

In der GAF-Klasse geht es jetzt um Porträtfotografie. Am Samstag haben wir dazu zwei Übungen gemacht, die mir die Augen öffneten und aufzeigten, wie Porträts funktionieren könnten.

Es hört sich eigenartig an: in der ersten Übung steht das Model für 15 Minuten still. Der Fotograf stellt einmal das Bild ein – die Kamera auf dem Stativ – und schaut dann nicht mehr durch den Sucher. Sein Blick richtet sich ganz auf das Model, gesprochen wird während der ganzen Zeit nichts. Der Fotograf beobachtet sein Model, liest Gesichtsregungen und wartet auf den richtigen Moment. Er benutzt am besten einen Fernauslöser.
In der verstreichenden Zeit macht das Model das Bild, weil die Person in ihrer ganz eigenen Art zur Wirkung kommt. Eine Magie, die in der Fotografie wahrscheinlich sichtbar sein wird.

In der zweiten Übung lernten wir, eine Bildvorstellung genau zu formulieren und mit der Kamera einstellen.

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Die Kombination der Schritte aus diesen Übungen ergibt eine klare Vorstellung von einem Porträt-Shooting. Und das könnte so ablaufen:

  1. Der Fotograf sucht sich die Umgebung für sein Bild.
  2. Mit passender Ausrüstung und Material richtet er das Bild ein und legt den Ausschnitt fest.
  3. Das Model stellt sich ins Bild.
  4. Der Fotograf achtet nur noch auf den richtigen Augenblick und löst aus, so oft bis der Ausdruck stimmt.

Jetzt gilt es, diese Schritte in einem eigenen Projekt durchzuspielen. Und das bleibt eine Herausforderung, auch wenn die Erfahrungen aus den Übungen mir doch schon ein sehr viel sichereres Gefühl geben, als ich es zuvor hatte.

Die Übungen sind dem Buch Train Your Gaze von Roswell Angier entnommen.

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