Auch das tut mir gut: Ambient-Klänge hören

Dass mir Fotografieren gut tut, das ist mein Hauptthema hier. Dazu kommt Meditieren, darüber habe ich auch schon geschrieben. Auch über das Gehör kann ich mir Gutes tun wenn ich Ambient-Klänge höre.

Vor einiger Zeit bin ich erstmals auf Soundcloud fündig geworden. Diese sphärische Musik lädt mich ein in eine ruhige Klangwelt. Das tut mir gut, weil sie meinem Kopf erlaubt abzuschalten oder sich besser zu konzentrieren.

Für Büroarbeitende mit Kopfhörern gibt es zahlreiche Apps und Services, die für bessere Konzentration, mehr Kreativität oder Produktivität sorgen sollen. Etwa ist da Noisli, was ich auch ab und zu höre. Damit holt man sich Bachrauschen, Blätterrascheln oder Regen in der Endlosschleife auf die Ohren. Mir gefällt die Geräusch-Kombo einer Eisenbahnfahrt durch die Nacht. Auch das Geplauder eines Cafes kann zur Konzentration beitragen. Auf diesen Effekt hat sich Coffitivity spezialisiert.

Immer öfter höre ich Ambient über Internetradios, zum Beispiel Ambient Art Sound oder Ambient Modern. Solche Sender bringen ein kuratiertes Programm an endloser Beschallung.

Vergliche man Ambient-Musik mit einer Landschaft, so wäre diese recht unspektakulär: Da wären sanfte Flächen, darüber zeitlupenartig sich verschiebende Klangwolken.

Dieses Bild liefert ein Artikel der NZZ, der sich dem Pionier der Ambient-Musik, Brian Eno, widmet. Der Brite hat 1978 das Album Ambient 1: Music for Airports herausgebracht. Diese Musik war dafür gedacht, die Wahrnehmung der Leute für ihre Umgebung zu schärfen und damit den Aufenthalt in der beengenden Atmosphäre eines Flughafenterminals erträglicher zu machen.

Im zitierten NZZ-Artikel ist auch der Künstler Moby erwähnt, der seine Long Ambients frei im Internet bereitstellt.

Welche Wirkung Ambient-Musik im Speziellen im Gehirn hat, ist wahrscheinlich noch lange nicht abschliessend beantwortet wie die Frage, ob es den «Mozart-Effekt» wirklich gibt.

Gemäss einem Beitrag bei Primal State gibt es ein 8-minütiges Musikstück, das laut einer Studie den Stress von Testpersonen um 65 Prozent reduziert hat.

Eine weitere Anwendung, bei der Musik auf die Gehirnwellen Einfluss nehmen soll, sind die so genannten Binaural Beats. Damit kann das Hirn auf bestimmte Zustände wie Entspannung, Meditation oder Konzentration eingestimmt werden. Der Effekt scheint wissenschaftlich abgestützt zu sein. Gerne wird er in Ambient-Musik verpackt; auch solche Musik ist online anzuhören und es gibt Apps.

Eine direkte Verbindung zwischen seinen Schwarzweissfotografien und klingenden Sinuswellen stellt Joachim Allhoff ins Netz:

Erstellt sind diese Klangkulissen mit Pixelsynth, einer Browseranwendung, mit der sich verrückte Töne erzeugen lassen. Ich werde das Tool herausfordern, auch aus meinen Fotos Klänge herauszuarbeiten.

Ob sich dann aber diese Pixelsounds beruhigend auf meinen Kopf auswirken, das wird sich zeigen müssen.

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Stefan Bucher

Ich habe erkannt, welche Bedeutung das Fotografieren für mein Wohlbefinden hat. Vor einer Weile habe ich dies im Essay «Slow Photography» beschrieben. Und die Themen gehen immer weiter in Richtung Gesundheit und Coaching. Ich möchte meine Erfahrung gerne mitteilen und mit Interessierten austauschen.